Putz und Mörtelherstellung

Sumpfkalk als Putz oder Mörtel ist ein bestens erprobtes und baubiologisch absolut empfehlenswertes System am modernen Ziegelbau und in der Sanierung und Restaurierung!

 

Putze und Mörtel aus Sumpfkalk sind:

  • Feuchtigkeitsregulierend – dampfdurchlässig – keine statische Aufladung- schimmelwidrig.
  • Sumpfkalkputze sind wesentlich kostengünstiger in ihrer Erhaltung und Pflege, da die Wartungsintervalle von reinen Kalkanstrichen die Lebensdauer der Putzschichten wesentlich erhöhen. Wenn der Putz mit einer reinen Kalkfarbe gestrichen ist, entfallen auch langfristig gesehen alle Aufwendungen zur Entfernung von synthetisch gebundenen Anstrichsysthemen (Dispersion). Reine Kalkanstriche können in unzähligen Schichten übereinander gesetzt werden ohne dabei wieder entfernt werden zu müssen.
  • Reine Sumpfkalkputze sind leicht zu ergänzen bzw. auszubessern.
  • Für bewitterte Flächen mit hoher Feuchte sollte man Kalkputz mit hydraulischen Zuschlägen (z.B.Trass) verwenden.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass Kalkmörtel die Spannungen, welche in der Putzschale durch Schwinden, aber auch durch hygrische und thermische Belastungen entstehen, durch sogenannte Relaxation gut abbauen können = spannungsarme Verfestigung!
  • Die dritte Haut des Menschen darf ihn nicht beeinträchtigen! Kalkputze gewährleisten ein angenehmes und gesundes Wohnklima.
  • Die Rezeptierung und die dabei verwendeten Zusatzstoffe spielen dabei eine große Rolle. Chemische oder sensorisch bedeutsame Emissionen sind beim Kalkputz praktisch auszuschließen!
  • Vorsicht bei der Zugabe diverser Bindemittel (Zement / Harze (Polymere)). Diese beeinflussen die Eigenschaften eines Kalkputzes wesentlich!

Tipp:

Die Haftung der Anstriche wird zusätzlich verstärkt, wenn der erste Anstrich direkt auf frischem Putz oder auf einer sehr gut vorgenässten Putzoberfläche aufgebracht wird. Dies entspricht einer Arbeit „al fresco“ (nass in nass). Vor jedem weiteren Anstrich muss der vorangegangene gut abgebunden sein, um wieder vornässen zu können.

Klassischer 3-Lagen Putz:


Die besten Voraussetzungen für ein behagliches Wohnklima bietet eine Ziegelmauer mit dem altbewährten Dreilagenverputz und einem
Malerkalkanstrich (mind. 1-3 Jahre gelagert) oder einer reinen Kalkfarbe aus unserem Sortiment.


Verarbeitungsempfehlungen:
Die angegebenen Mengen sind jeweils als Raumteile angegeben (z.B. Eimer oder Schaufeln). Die angegebenen Mischverhältnisse sind sowohl für innen als auch für außen geeignet. Vor jedem Arbeitsgang muss der Untergrund gut vorgenässt werden. Das ist vor allem bei warmen und trockenen Klimaverhältnissen notwendig! Fassade nie bei direkter Sonneneinstrahlung verputzen oder streichen. Auf feuchten und sehr dichten Untergründen kann es
manchmal und stellenweise zu einem kalktypischen Glanz kommen. Diese so genannte Sinterhaut auf der Putzoberfläche vor dem Anstrich mechanisch, z.B. mit einer Drahtbürste oder mit Ätzflüssigkeit entfernen.

Musterflächen bzw. ein Probeanstrich sollten auf alle Fälle erfolgen. Für Verputzarbeiten sollte eine verarbeitende Fachfirma herangezogen werden.

Mischungen Sumpfkalkputze:

Tipp:

  • Mind. 3 Monate abgelagerten Sumpfkalk verwenden.
  • Ungewaschener Kalksand ist empfehlenswert.
  • Bei Altputzen diverse Vorarbeiten beachten: Verfestigung des Altputzes mit Sinterwasser oder Kalkmilch (Frescotechnik).
  • Die Rezeptur sollte dem Altputz angepasst werden.
  • Wichtig: Endbeschichtung mit Malerkalktünche um die positiven Eigenschaften des Mörtels zu unterstützen und zu erhalten.

Sumpfkalkputz mit einer Schneckenpumpe verarbeitet: